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Gründung einer freimaurerischen Vereinigung

Darmstadt 20.10.2017 | Am Freitag traf sich die Bruderschaft der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« im Untergeschoss des neu renovierten Darmstädter Logenhauses. Vor mehreren Wochen ging an interessierte Freimaurer die Einladung zur konstituierenden Sitzung. An diesem Abend wurde die freimaurerische Vereinigung »Zum brennenden Dornbusch« gegründet. Sie hat den Zweck, die Errichtung einer Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« in Worms zu erstreben.

Am 27. Juli 2017 war eine informelle Anfrage an die »Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gestellt worden, eine »Vereinigung von Johannisbrüdern« in Worms gründen zu dürfen. Am nächsten Tag kam die Antwort des Landesgroßmeisters Bruder Günter J. Stolz, dass er der »Gründung einer Freimaurerische(n) Vereinigung in Worms« gerne zustimme und den angefügten Satzungsentwurf zur Prüfung an den Gesetzbuchausschuss weiterleite. Am 02. August wurde der formelle Antrag an den Provinzialmeister der Provinz Hessen gestellt. Der Landesgroßmeister informierte umgehend die Provinzialmeister im Südwesten über seine Zustimmung und bat um Unterstützung für das Unterfangen.

Zeitnah wurde das Logensiegel in Auftrag gegeben. Bruder Christoph H. hat sich besonders viel Mühe gegeben; zeitgleich entstand das Konzept für eine Homepage der Vereinigung, die seit Anfang Oktober unter folgender Adresse zu erreichen ist: www.worms-freimaurer.de.

Am 27. September erhielt der Vorstand der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« die offizielle, schriftliche Zustimmung zur Vereinigung sowie zur Satzung. Die Vereinigung wird von der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« in Darmstadt betreut. Es stand damit dem Versand der Einladungen zur konstituierenden Sitzung nichts mehr im Wege. 

Die Gründungsurkunde wurde nach Verlesung des Satzungstextes von den Gründungsmitgliedern unterschrieben, der Vorstand gewählt und der Jahresbeitrag festgesetzt. Zum Vorsitzenden ist Bruder Arno M. gewählt worden, der sich anschließend bei allen Beteiligten für ihre Mühen, für ihre Unterstützung und für ihre Hilfe bedankte. Er unterstrich, dass ihm dieses historische Vorhaben sehr am Herzen läge und das nicht nur weil er gebürtiger Rheinland-Pfälzer sei.

Zum krönenden Abschluss lud der »Caterer Schmackes« die Bruderschaft in das Obergeschoss zum Essen ein. Dort fand zeitgleich ein Probeessen für zukünftige Hochzeitspaare statt, das sich der Caterer einiges hat kosten lassen. Diese Einladung kam bereits vor Wochen aufgrund der guten Zusammenarbeit zustande.

Das besondere an der Vereinigung ist, dass es in Rheinland-Pfalz noch keine Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gibt. Freimaurer, welche einer Loge der »Großen Landesloge« oder einer anderen deutschen Großloge im Verbund der »Vereinigten Großlogen von Deutschland« oder einer anerkannten ausländischen Großloge angehören, können Mitglied werden. Sie sollten Rücksprache mit ihrem Vorsitzenden Meister halten, auch wenn die Mitgliedschaft in ihrer Mutterloge von der Mitgliedschaft in der Vereinigung im ersten Schritt unberührt bleibt. Der Vorstand der Vereinigung beginnt nun mit der Planung von Gästeabenden in Worms.

 

 

Ein paar Details zum Siegel der Vereinigung: Bei der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« ist das Winkelmaß oben und der Zirkel unten. Das Winkelmaß in der »Großen Landesloge« steht grundsätzlich für etwas Göttliches und der Zirkel ist ein irdisches Symbol. Das Göttliche und das Gleichmass stehen über den irdischen und wandelbaren Zirkelschlag.  

In der Mitte von Winkelmaß und Zirkel steht im Siegel der Gottesname אהיה (hebr. Eheje). Der Name wurde Moses vor dem brennenden Dornbusch mitgeteilt und bedeutet: »Ich werde immer da sein.« Der innere Kranz besteht aus 22 Strahlen als Hinweis auf die 22 Buchstaben des Hebräischen Alphabets und es finden sich des Weiteren sieben dunkelrote Hauptflammen. Beide Zahlen (22 und 7) sind auf der »Arbeitstafel« des I. Grades der »Großen Landesloge« sinnig im »musivischen Fußboden« angeordnet. Der Stamm hat genau 10 Dornen als Hinweis auf die 10 »Sephiroth«. Der äußere Kranz besteht aus 42 Strahlen und deutet auf einen weiteren Gottesnamen hin, der aus 42 Buchstaben gebildet wird und mit der Schöpfung der Welt im Zusammenhang steht.