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100-jähriges Bestehen

Bis zum 100-jährigen Bestehen (2018- )

Der Auftakt des Jahres 2018 begann mit dem ersten Gästeabend der Vereinigung »Zum brennenden Dornbusch« am 18.01.2018 in Alzey. Es waren rund 50 Interessierte anwesend. Neben den zahlreichen Volkerstädtern (eine geläufige Bezeichnung für Alzeyer Bürger) waren ebenso Freimaurer aus den umliegenden Logen unter den Anwesenden. Die Vereinigung hatte den Zweck, eine Freimaurerloge unter der Konstitution der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Worms zu stiften. Die Große Landesloge arbeitet nach dem »Schwedischen System«, welches bis heute in Skandinavien vorherrschend ist und zu den ältesten Systemen der Freimaurerei in Deutschland gehört. In Rheinland-Pfalz gibt es seit Gründung der Großloge im Jahr 1770 keine Loge unter ihrer Konstitution.

Vom 24. bis 27.05.2018 besuchten zwei Dutzend schottische und englische Freimaurer die Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert«. Die meisten gehörten der 1762 in Airdrie gegründeten »New Monkland Montrose Lodge No. 88« an. Am Donnerstag wurde den besuchenden Freimaurern im Darmstädter Logenhaus ein Vortrag über die Geschichte der deutschen Freimaurerei in englischer Sprache dargeboten. Gegen Mittag fand die Abfahrt nach Schwetzingen statt. Die Führung durch den Schlossgarten startete nach einem gemeinsamen Essen. Nach Darmstadt zurückgekehrt, kamen am Abend viele im Braustüble zusammen. Am Freitag, den 25.05.2018 wurden die britischen Freimaurer morgens durch Darmstadt geführt; insbesondere die Mathildenhöhe und die Künstlerkolonie wurden hervorgehoben. Am Abend fand eine Aufnahme (Tempelarbeit) in den ersten Grad in der Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« statt an der rund 50 Freimaurer aus Airdrie, London, Middlesex, Northampton, Huntingdon, Frankfurt, Koblenz, Mannheim und Darmstadt teilnahmen. Am darauf folgenden Tag organisierten die besuchenden Freimaurer im Darmstädter Logenhaus eine Demonstrationsarbeit nach schottischer Manier. Daran nahmen rund 40 Freimaurer u.a. auch aus Kaiserslautern teil. Sie wurde mit einem gemeinsamen Brudermahl und dem Austausch vieler Einladungen, Grußworte sowie Geschenke abgerundet. Zu den besonderen Geschenken gehörte ein Brustabzeichen am dunkelblauen Band (siehe Bild rechts), den die schottischen Brüder zum 250. Jubiläum ihrer Loge 2012 anfertigen ließen. Es wurde als besondere Ehrung ausschließlich dem Beamtenstab der Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« überreicht.

Das siebente Sommerseminar der Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« fand am 17. und 18.08.2018 statt. Traditionsgemäß wird es im Darmstädter Logenhaus (Sandstraße 10) abgehalten. Den Darmstädter Logen steht aber auch weiterhin das »Alte Schalthaus« zur Verfügung, dem einstigen Übergansdomizil während den anderthalbjährigen Umbauarbeiten 2016/2017. Das Seminar findet traditionsgemäß seit 2012 in den Logenferien (Juli bis August) statt. Besonders die Inhalte des Gründer-Logenmeisters »Carl Happich« reichen für die nächsten Jahrzehnte. Carl Happich ist bekannt für seine Meditationsansätze in Deutschland in den 1920er Jahren. Neben den ausgezeichneten Vorträgen von Gastreferenten und Mitgliedern der eigenen Loge wird das Seminar von der Bruderschaft auch als teambildende Maßnahme geschätzt. Die Mitgliederzahlen sprechen dafür, denn seit 2012 haben sie sich mehr als verdoppelt (siehe Tabelle »Mitgliederzahlen ab 2008«).

 

Mitgliederzahlen ab 2018

Datum Mitglieder Stä. Bes. Bruder Doppelmitglieder Ehrenmitglieder Gesamtbestand
01.01.2018 31 0 0 5 36
01.01.2019 37 0 1 6 44
01.01.2020 26 8 8 6 48
01.01.2021          

 

Günther Becker erhielt während des 97. Stiftungsfestes der Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« am 27.10.2018 den Ehrenschurz für sein 25. Freimaurerjubiläum.

In einer sehr alten Tradition steht die Konzertreihe der Darmstädter Freimaurerlogen. Nach dem Umbau des Logenhauses wurde nach dem Neujahresempfang (am 21.01.2018) von allen drei Freimaurerlogen ein Konzert am 11.11.2018 veranstaltet. Die Konzertreihe der drei Darmstädter Freimaurerlogen »Johannes der Evangelist zur Eintracht« (Großloge A.F.u.A.M.), »Vier Elemente im Licht« (FGLvD) und »Zum flammenden Schwert« (GLL FvD) geht auf das Jahr 2006 zurück. Die Konzertreihe steht mit der ursprünglichen Initiative der Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« aus dem Jahr 1996 in Verbindung. Dieses Jahr könnte man als das eigentliche Geburtsjahr der Konzertreihe ansehen, wobei sie damals nicht regelmäßig durchgeführt wurde.

Drei Abschlussfeste feiern Freimaurer im Laufe des Jahres. Das Johannisfest Ende Juni wird von Freimaurern als Anfang und Ende des Maurerjahres verstanden. Besonders um das kosmische Ereignis der Sommersonnenwende (21. Juni) herum ehrt man Johannes den Täufer (Namenstag am 24. Juni) als Schutzpatron u.a. der Freimaurer, Steinmetze und Tempelritter. Das Stiftungsfest läutet den Stiftungstag einer Freimaurerloge ein. Damit wird das Logenjahr beendet und erneuert. Dieser Termin ist von Freimaurerloge zu Freimaurerloge individuell. Beide Termine sind fest im Gefüge der Freimaurerei verankert. Als Abschluss des Kalenderjahres wird in manchen Freimaurerlogen eine Lichtfeier veranstaltet. Man nennt sie manchmal auch Winter-Johannisfest als Pendant zum Sommer-Johannisfest im Juni. Dieses Jahr wurde am 09.12.2018 die Lichtfeier der Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« mit den Familien, Lebenspartner und vielen Gästen begangen. Besonders zahlreich erschienen Gäste aus Rheinland-Pfalz. Was als ein gutes Zeichen verstanden werden kann, dass die Bemühungen dort eine Freimaurerloge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« zu gründen gute Früchte tragen. Danach wurden alle mit den besten Wünschen für das neue Jahr in die Feiertage entlassen.

Am 20.01.2019 feierten die drei Darmstädter Freimaurerlogen einen gemeinsamen Neujahresempfang. Dabei wurden von den jeweiligen Repräsentanten Vorträge gehalten. Die Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« stellte die Meditation-Erkenntnisse des ersten Vorsitzenden Meisters Carl Happich dar und verlas einen Kommentar zu seinem 1938 verfassten Buch »Anleitung zur Meditation«.

Die Freimaurer-Vereinigung »Zum brennenden Dornbusch« gestaltete am 11.04.2019 einen Gästeabend im ehemaligen Alzeyer Logenhaus (siehe Foto unten). Das Logenhaus ist heute das Jugend- und Kulturzentrum der Stadt Alzey (»Juku« abgekürzt) und soll in Zukunft wieder die Heimat der neu zu gründenden Freimaurerloge werden. Damit werden das »Juku« und die traditionelle Freimaurerei unter einem Dach vereint sein. Der Gästeabend wurde mit starker und liebevoller Unterstützung der Mitarbeiter des Juku durchgeführt.

 

 

Das Logenhaus befindet sich in der Römerstraße 18 in Alzey. Es wurde samt Grundstück 1819 von den Freimaurern erworben. Die Einweihung des Freimaurertempels erfolgte am 25.07.1819. Das Haus erhielt 1851/1852 sein heutiges Aussehen. In den 1970er Jahren wurde es an die Stadt Alzey verkauft nachdem Jahre zuvor die Alzeyer Freimaurerloge »Carl zum neuen Licht« für ruhend erklärt wurde. Sie ist bis heute nicht mehr reaktiviert worden. Dem Haus steht ein Anbau bevor, der dann auch der neuen Freimaurerloge zur Verfügung stehen wird.

Am 26.04.2019 wurde im »Alten Schalthaus« in Darmstadt die Logenmeisterwahl und die Wahl der Wahlbeamten abgehalten. Giovanni Grippo ist mit seinem Beamtenstab einstimmig für die nächsten drei Jahre wiedergewählt worden. Nach den Wahlen fand die Ökonomische Loge statt, die die geordneten Verhältnisse, die finanzielle Stabilität und die wachsenden Mitgliederzahlen der Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« in Darmstadt unterstrich.

Am 31.05.2019 wurde bei der Jahreshauptversammlung in Berlin der Gründung der neuen Alzeyer Freimaurerloge zugestimmt. Die rituelle Stiftung fand am 07.09.2019 im Stadtweingut in Alzey statt unter der Anwesenheit des Großmeisters der Vereinigten Großlogen von Deutschland, »Christoph Bosbach«, sowie des Ordens-Meisters »Achim Strassner« und weiteren 130 Freimaurern aus der ganzen Welt. Das Stadtweingut wird zunächst die Loge beherbergen. Am Vorabend der Stiftung wurde ein Gästeabend veranstaltet an dem die Alzeyer Bürger mit Freimaurern ins Gespräch kommen konnten. Der Gästeabend war mit »Musik unplugged« gekoppelt, was die gegenseitige Kontaktaufnahme stark vereinfachte. Am Samstag morgen vollzog sich die Lichteinbringung und am Abend fand ein kleines Konzert, welches die Ansprachen des Bürgermeisters »Christoph Burkhardt«, der Altstadt-Vereinsvorsitzenden »Doris Seibel-Tauscher«, des Ordensmeisters Achim Strassner und des neuen Logenmeisters Arno Moos umrahmte; alles begleitet von der hiesigen Presse: »Alzeyer Freimaurer-Loge gegründet«