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75jähriges Bestehen

Ab dem 75jährigen Bestehen bis heute (ab 1996)

Am 15.11.1999 wurde Bruder Jacek Klimkiewicz feierlich als Logenmeister eingesetzt; kurz nachdem er einhellig von der Bruderschaft der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« in das Amt des Logenmeisters berufen worden war.

Bruder Jacek Klimkiewicz war Student von »Irena Dubiska«. In seiner Heimatstadt Warschau wurde er Konzertmeister und Solist des »Polnischen Kammerorchesters«. Neben der Leitung einer Violinklasse als Professor an der »Folkwang Universität der Künste«, gastiert er als Solist u. a. in der Berliner, Münchner, Kölner Philharmonie, der Alten Oper in Frankfurt am Main, der Musikhalle in Hamburg, der St. John’s Church in London, der Santory und Opera City Hall in Tokio. Bruder Jacek Klimkiewicz ist künstlerischer Leiter der »Internationalen Sommerakademie« in Seeheim-Jugenheim und als Künstler in Europa und Japan gefragt. Er ist zudem im Besitz einer Stradivari-Violine.

Am 30. Dezember 1999 wurde die Vereinigung von Johannisbrüdern »Deus Rex« gegründet, welche unter besonderer Aufsicht der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« stand. Ab dem Jahr 2000 also während seiner Amtszeit wurden Feldlogen in Frankreich unterstützt. Bis zur Stiftung der Johannis-Freimaurerloge »Deus Rex« in Monaco im Jahre 2003 wurden 11 Tempelarbeiten abgehalten und insgesamt 69 Brüder aufgenommen. Dies waren Vorbereitungsschritte die schließlich im Jahre 2010 zur Gründung der »Großloge von Monaco« (»Grande Loge Nationale Régulière de la Principauté de Monaco«) geführt haben.

Am 25.10.2008 wurde Bruder Heinrich A. als Logenmeister vom damaligen Abg. Landesgroßmeister Bruder Otto F. eingesetzt. Nicht nur die freundschaftlichen Beziehungen zur Loge »Sainte Odile Nr. 235 (AV)« in Straßburg sondern auch zu den Ordensfreimaurerlogen insbesondere in der Provinz Hessen wurden intensiviert. In seiner Amtszeit kam leider das gemeinsame Johannisfest mit der Loge »Johannes der Evangelist zur Eintracht« zum Erliegen. Die regelmäßigen Logentreffen reduzierten sich. Dies lag beides an den rückläufigen Mitgliederzahlen. Der Mitgliedsbestand war auf 17 Brüder (inklusive der Ständig Besuchenden Brüder, Doppelmitglieder und Ehrenmitglieder) gesunken. Bruder Heinrich A. konzentrierte sich deshalb auf die Stärkung der Inhalte der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« und hatte im Instruktionsmeister und Archivar Bruder Ewald P. eine starke Stütze. Eine Wiederwahl zum Vorsitzenden Logenmeister konnte aufgrund seiner steigenden Berufstätigkeit nicht wiederholt werden. Seine Verdienste fanden Anerkennung mit der Verleihung des Ehrenbands für »Verdiente Führer von Ordensabteilungen« während des 90. Stiftungsfestes. 

Am 15.10.2011 wurde Bruder Jan E. P. als Logenmeister vom damaligen Landesgroßmeister Bruder Achim Strassner eingesetzt. Trotz seines starken privaten Engagements hat er regelmäßige Logentreffen abhalten können. Bruder Jan E. P. konzentrierte sich weiter auf die Stärkung der Inhalte der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« und motivierte seine Brüder stets zu reisen, um andere Freimaurer kennenzulernen. Eine Sitte, die in der Freimaurerei schon immer gepflegt wurde. Ihm war es ein wichtiges Anliegen, die Kontakte zu den Hessischen Ordensfreimaurerlogen in Kassel, Nordhausen, Eisenach und Frankfurt am Main durch viele Besuche zu stärken. Die Logen Nordhausen und Eisenach sind zwar in Thüringen beheimatet, gehören aber seit ihrer Reaktivierung durch die Kasseler Johannis-Freimaurerloge »Zur Freundschaft« der Hessischen Provinz an. Als sich seine berufliche Tätigkeit verstärkte, konnte er leider das Amt des Logenmeisters nicht mehr so ausführen, wie er es sich selbst vorgestellt hatte und wie es seinem eigenen Anspruch gerecht gewesen wäre. Durch zwei unerwartete Todesfälle war mit der verbliebenen aktiven Bruderschaft ein rituelles Arbeiten schwer geworden. Bruder Jan E. P. startete einen letzten Rettungsversuch und bat bei befreundeten Logen um Unterstützung. Bruder Giovanni Grippo folgte dem Ruf und erklärte sich bereit von der Johannis-Freimaurerloge »Wilhelm zur Unsterblichkeit« in Frankfurt am Main nach Darmstadt zu wechseln.

Am 15.11.2013 wurde Bruder Giovanni Grippo als Logenmeister vom damaligen Abg. Landesgroßmeister Bruder Otto F. in Darmstadt eingesetzt. Er stellte ein verjüngtes Beamtenteam auf, um den Herausforderungen einer Stabilisierung begegnen zu können. Sein Wunsch war es, dass mindestens bis zur Erreichung einer Mitgliederzahl von ungefähr 26 Brüdern, alle Entscheidungen von Mitgliederversammlungen zu treffen wären. Es sollte der Gedanke der Demokratie verstärkt gelebt werden, damit alle Brüder an der Entwicklung der Loge teilhaben konnten. Fast jede Entscheidung wurde bis zum 25.09.2015 durch eine Mitgliederversammlung gefällt. Es wurden allein im 94. Logenjahr fünf Mitgliederversammlungen, zwei Ökonomische Logen und ein Beamtenrat  durchgeführt. Es gab einiges gemeinsam zu entscheiden, um die wieder Loge auf festen Grund stellen zu können. 

Bruder Giovanni Grippo wurde 1978 in der Nähe von Stuttgart geboren und ist Autodidakt, Autor und Verleger. In früher Jugend hatte er eine schicksalhafte Begegnung mit der jüdischen Mystik. Daraus ist eine langjährige Leidenschaft entstanden. Neben der jüdischen Mystik ist er mit der Alchemie sowie der Hermetik vertraut. Ab 1998 intensivierte er sein Studium und wurde in Mannheim in die kabbalistische Lehre der „Pessekim“ eingeweiht; dies war eine besondere Ehre da er katholischen Glaubens und kein Jude ist. Dies führte ihn 1999 nach Brasilien; dort kam er u.a. in Kontakt mit Rosenkreuzern. Seit 2012 Beteiligter an den »Heidelberger Gesprächen« mit wechselnden Vorträgen: Über das Wesen der christlichen Kabbalah - 2012; Spekulative Alchemie versus Freimaurerei - 2014; Freimaurerische Konstitutionen im Vergleich: Anderson versus Dermott - 2015; Die esoterische Lehre des Tempelritter-Ordens - 2016 und Der Wilhelmsbader Konvent und dessen Auswirkung auf die europäische Freimaurerei - 2017. Er hat verschiedene Bücher neu übersetzt: das Sepher Jesirah (ca. 2.-6. Jhdt.) und das Sepher Raziel (ca. 14. Jhdt.) aus dem Hebräischen, das Chinon-Pergament (1308) und die Monas Hieroglyphica (1564) aus dem Lateinischen sowie das Ahiman Rezon von Laurence Dermott (1756) aus dem Englischen.

Bruder Giovanni Grippo wurde am 05.03.2000 in die Stuttgarter Johannis-Freimaurerloge »Licht am Stein« (damals Herdweg 19) und am 14.05.2004 in die Andreas-Loge »Fides immortalis« in Frankfurt am Main aufgenommen. In das Kapitel »Coronata« in Frankfurt am Main wurde er am 13.01.2007 berufen. Vom 15.11.2008 bis zum 30.11.2013 war er Wortführender Meister der Andreas-Loge »Fides Immortalis« in Frankfurt am Main. Am 17.01.2014 fanden seine Verdienste in der Andreas-Loge Anerkennung mit der Verleihung des Ehrenbands für »Verdiente Führer von Ordensabteilungen« durch den  damaligen Abg. Landesgroßmeister Bruder Otto F.. Er hat verschiedene Ämter in mehreren Logen bekleidet und war vom 14.05.2010 bis zum 06.05.2016 Stellvertretendes Mitglied des Höchsten Ehrenrats der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland«.

Am 26.04.2017 wurde Bruder Arno M. in London und am 28.04.2017 wurde Bruder Giovanni Grippo in Offenbach mit dem Ehrenabzeichen der »United Grand Lodge of England« samt Ehrenurkunde u.a. für ihre Verdienste »im Umgang mit internationalen besuchenden Brüdern«, sowie aufgrund ihrer »herzlichen Bereitschaft und freundschaftlichen Aufnahme« ausgezeichnet. Das Abzeichen wird »Tercentenary Jewel« genannt. Es darf nur von Freimaurermeistern der »United Grand Lodge of England« (»wearing«) getragen werden, sowie von jenen die damit auf besondere Weise ausgezeichnet wurden.

Bruder Giovanni Grippo wurde bereits vor Beginn seiner offiziellen Amtszeit (15.11.2013) und mit dem Wechsel nach Darmstadt am 16.03.2012 die Führung der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« anvertraut. Unter seiner Ägide und mit starker Unterstützung von Bruder Arno M. wurde es geschafft, lange verloren geglaubte Brüder wiederzugewinnen und missverständliche Einträge im Matrikelbuch mit detektivischem Gespür aufzuklären. Die Mitgliederzahlen nahmen zu und zum 95. Stiftungsfest am 05.11.2016 hatte die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« einen Gesamtbestand von 31 Mitgliedern. Mitglied in der Loge sind Männer in allen Altersgruppen mit den unterschiedlichsten Lebenswegen aus Bolivien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, dem Kongo, Österreich, Polen, Syrien, der Türkei und Ungarn.

 

Datum Mitglieder Stä. Bes. Bruder Doppelmitglieder Ehrenmitglieder Gesamtbestand
01.01.2008 12 1 2 1 16
01.01.2009 13 1 2 1 17
01.01.2010 12 1 2 1 16
01.01.2011 13 1 3 1 18
01.01.2012 15 1 3 2 21
01.01.2013 16 1 3 2 22
01.01.2014 18 0 2 2 22
01.01.2015 21 0 2 3 26
01.01.2016 24 0 3 3 30
01.01.2017 26 0 0 5 31
01.01.2018 31 0 0 5 36

 

Die Logentreffen wurden bereits vor seiner offiziellen Einsetzung als Logenmeister wieder regelmäßiger veranstaltet und man traf sich nun drei Mal im Monat. Das »Armin-Kalz-Archiv« wurde eingerichtet und die meisten Unterlagen sowie Dokumente der Loge wurden aus verschiedenen Archiven zusammengetragen. Sie werden zur Zeit gesichtet, inventarisiert und archiviert.

Ende Februar 2016 fand der Umzug aller Logen Darmstadts in das »Alte Schalthaus« statt. Das Logenhaus in der Sandstraße 10 wird renoviert und saniert. Am 17.06.2016 fanden dort im Bürgerraum die Logenmeisterwahl statt. Bruder Giovanni Grippo wurde mit seinem Beamtenstab für die nächsten drei Jahre wiedergewählt. Aufgrund der Umbauarbeiten wurde durch den Provinzialmeister Hessens Bruder Volker V. am 95. Stiftungsfest eine Tempelweihe des »Alten Schalthauses« erteilt. Es ist ab nun möglich dort Tempelarbeiten im Sinne der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« durchzuführen. Am 10.12.2016 wurde ebenfalls dort mit rund 60 Gästen, Schwestern und Brüdern eine Lichtfeier begangen. Das Darmstädter Echo berichtete über den freimaurerisch-zeremoniellen Abschluss des Kalenderjahres: »Lichtfeier«.