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300. Jubiläum der Freimaurerei

Das 300. Jubiläum der modernen Freimaurerei (2017)

Am 26.04.2017 wurde Arno Moos in London und am 28.04.2017 wurde Giovanni Grippo in Offenbach mit dem Ehrenabzeichen der »United Grand Lodge of England« u.a. für ihre Verdienste »im Umgang mit internationalen besuchenden Brüdern«, sowie aufgrund ihrer »herzlichen Bereitschaft und freundschaftlichen Aufnahme« ausgezeichnet. Das Abzeichen wird aufgrund des 300. Jubiläums »Tercentenary Jewel« genannt und wurde eigens dafür entworfen. Es darf nur von Freimaurermeistern der »United Grand Lodge of England« (»wearing«) getragen werden, sowie von jenen die damit auf besondere Weise ausgezeichnet wurden.

Mitte 2017 begann die Bruderschaft der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« mit »Freimaurerischen Führungen durch den Schwetzinger Schlossgarten«. Er ist in seiner Gesamtkonzeption einzigartig, denn er verbindet die im 18. Jahrhundert bekannten dreigliedrigen und zehngliedrigen Freimaurer-Systeme in einer gleichberechtigten Weise miteinander. Er wurde in der Zeitspanne von 1752 bis 1796 erbaut. Die Führungen werden von Darmstadt aus organisiert, weil einerseits die im 18. Jahrhundert auf die Freimaurerei einwirkenden Themenbereiche, wie der Tempelritter-Orden, die Hermetik, die Alchemie, die jüdisch-christliche Mystik (auch Kabbala genannt), das Rosenkreuzertum usw. in der Darmstädter Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« aufgrund ihrer Gründungsmitglieder (»Geschichte der Loge«) bis heute einen besonderen Stellenwert einnehmen; andererseits weil eine Hauptgrundlage des Schlossgartens das »Schwedische System« ist, wonach die Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« in Darmstadt ebenfalls arbeitet. Kurfürst Carl Theodor, der Auftraggeber des Schlossgartens, wird wahrscheinlich einen direkten Kontakt zum schwedischen Hof des Freimaurers und späteren Königs von Schweden - Karl XIII. - und seinem Vorgänger und Bruder Gustav III. (ebenfalls Freimaurer) gehabt haben. Karl XIII. war ein Mitgestalter und Reformator des »Schwedischen Systems«. Es basiert auf Unterlagen von 1756, die im Besitz von Karl Friedrich Eckleff waren.

Am 25.06.2017 feierte die Öffentlichkeit im »Alten Schalthaus« einen Festakt zu Ehren des »300. Jubiläums der modernen Freimaurerei«. Michael Long, langjähriges Mitglied der »United Grand Lodge of England« und Visting Officer of Middlesex, hielt einen Vortrag mit dem Titel »Das vermutlich 300. Jubiläum der Freimaurerei«. Bei dieser Gelegenheit wurden internationale Grüße ausgebracht. Der Oberbürgermeister Jochen Partsch hatte Stadtrat Dierk Molter zu den Feierlichkeiten entsandt, der ein halbstündiges Grusswort von der Stadt Darmstadt überbrachte. 

Am 08.09.2017 bewerkstelligte man den Umzug zurück ins Logenhaus am Georg-Büchner-Platz. Es fand die erste Besichtigung nach den Umbauarbeiten statt. Logengerätschaften und Literatur sowie Ritualgegenstände wurden eingeräumt. Bereits vom 4. bis 6. September räumten Brüder der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« unzählige Umzugskisten wieder ein; so dass am 16.09.2017 die Wiedereröffnung stattfinden konnte. Morgens war der Großmeister der Großloge A.F.u.A.M. Stephan Roth-Kleyer und bei der Akademischen Feier am Nachmittag war der Oberbürgermeister und die Presse zugegen (»Wiedereröffnung des Darmstädter Logenhauses«).

Am 20.10.2017 traf sich die Bruderschaft der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« im Untergeschoss des neu renovierten Darmstädter Logenhauses. An diesem geschichtsträchtigen Freitagabend wurde die freimaurerische Vereinigung »Zum brennenden Dornbusch« gegründet. Sie hatte den Zweck, die Errichtung einer Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« in Worms zu erstreben (www.worms-freimaurer.de). Es wurde die Gründungsurkunde nach Verlesung des Satzungstextes von den 14 Darmstädter Gründungsmitgliedern unterschrieben, der Vorstand gewählt und der Jahresbeitrag festgesetzt. Zum Vorsitzenden ist Arno Moos gewählt worden, der sich anschließend bei allen Beteiligten für ihre Mühen, für ihre Unterstützung und für ihre Hilfe bedankte (»Gründung einer freimaurerischen Vereinigung«). 

Am 28.10.2017 feierte die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« ihr 96. Stiftungsfest. Es fand eine Aufnahme statt und Ewald P. wurde zudem von der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« mit dem Ehrenzeichen geschmückt. In seiner Abwesenheit nahm sein Sohn Jan E. P. die Ehrung entgegen, die durch den Abg. Landesgroßmeister Kai Otto Z. überreicht wurde. Jacek Klimkiewicz erhielt den Ehrenschurz für sein 25. Freimaurerjubiläum; zudem wurde im Rahmen des Festes Andreas S. aus Karlsruhe als vollwertiges Mitglied angenommen.

Am 29.10.2017 - dem »Tag der offenen Tür« - präsentierten sich die drei Darmstädter Freimaurerlogen, der Verein »Freie Szene Darmstadt e.V.« und der Bridge-Club in Anwesenheit des Oberbürgermeisters und anderer Stadtrepräsentanten der Öffentlichkeit. In der oberen Etage stellten sich die drei Darmstädter Freimaurerlogen vor. Im Tempel mit der neuen ausdrucksstarken Glasfront wurde unter der Führung der Freimaurerloge »Johannes der Evangelist zur Eintracht« ein Zeremonial inszeniert. Die Freimaurerlogen informierten an eigenen Ständen. Die Frauenloge »Vier Elemente im Licht« führte einen informativen Film vor. Neben den Flyern gab es auch einen Büchertisch. Die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« vermittelte den interessierten Besuchern freimaurerische Bücher. Der erste Vorsitzende Meister »Carl Happich« war Autor und hat 1938 das Büchlein »Anleitung zur Meditation« verfasst. Er gilt als ein Vorkämpfer der Meditationspraxis in Deutschland.

 

 

Am 18.11.2017 wurde zu Ehren des 300-jährigen Bestehens der modernen Freimaurerei ein »Benefizkonzert« veranstaltet. Das Benefizkonzert begleiteten Master-Pianistin Saeko Kitagawa am Flügel und Musikprofessor Jacek Klimkiewicz mit seiner Stradivari-Violine. Sie spielten in ergreifender Weise Stücke von Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart, Fritz Kreisler, Jules Massenet, Henryk Wieniawski, Niccolo Paganini, Edward Elgar, Isaak Albeniz, Astor Piazzolla und Carlos Gardel. Der Vorsitzende Meister der gastgebenden Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« Giovanni Grippo hielt einen Kurzvortrag zur 300-jährigen Geschichte der modernen Freimaurerei und zu ihren Zukunftsperspektiven. Es war eine würdevolle und informative Veranstaltung bei der Jacek Klimkiewicz vor jedem Musikstück etwas zum Besten über den Komponisten sowie über das jeweilige Stück gab. 

Am 21.11.2017 wurde das vor der Wiedereröffnung des Georg-Moller-Hauses geführte »Radio-Interview« mit Meinhard Dausin von »Radio Darmstadt« geführt. Er sprach mit dem Logenmeister Giovanni Grippo und mit dem Abgeordneten Logenmeister Arno Moos.

Am 15.12.2017 veranstaltete die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« zum Abschluss des 300. Jubiläumsjahrs der modernen Freimaurerei ihre Lichtfeier. Die Lichtfeier ist eine traditionelle Veranstaltung der Loge, die es seit über 30 Jahren in Darmstadt wieder gibt. Hierbei handelt es sich um eine Feier, die es bereits unter dem ersten Logenmeister Carl Happich gegeben haben soll. Neben Zeremonial und dazugehörigem Vortrag von Michael S. wurde der Abend von der »Integrationsband Drosostalia« musikalisch umrahmt. Neben türkischen, griechischen und deutschen Liedern, die aus der Feder der »Sängerin Rükiye Karakullukcu« stammen, wurden auch auf besonderen Wunsch Paganinis »Capriccio No. 24«, Vittorio Montis »Csardas«, »Hava Nagila« auf der Violine gespielt. Es wurden Spenden für den Wohltätigkeitsfond gesammelt.