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Wolfstieg Gesellschaft e.V.

Die »Wolfstieg-Gesellschaft« ist ein Verein zur Förderung freimaurerisch-wissenschaftlicher Forschung, der 1913 gegründet wurde. Während der Inflationszeit der 1920er-Jahre stellte er vorübergehend seine Arbeit ein, wurde 1926 in Bad Homburg fortgeführt und wie alle freimaurerischen Organisationen 1935 verboten. Im Jahr 2020 wurde er ebenda wieder ins Leben gerufen.

Zweck des Vereins ist die Förderung freimaurerisch-wissenschaftlicher Forschung, die nicht-freimaurerische Öffentlichkeit über die Freimaurerei aufzuklären sowie verschiedene inn- und ausländische Forschungskreise, -gesellschaften und -logen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu vernetzen.

Die »Wolfstieg Gesellschaft« möchte ihre Ziele erreichen, indem sie öffentliche Vorträge/Kolloquien veranstaltet, Informationsmaterial bereitstellt und Publikationen herausgibt, mit ihren Interessen an die Öffentlichkeit tritt und Projekte Dritter oder von Mitgliedern und Fördermitgliedern unterstützt.

Weitere Informationen finden sich auf der Internetpräsenz: Wolfstieg Gesellschaft e.V.

August Wolfstieg (1859-1922)
Er studierte von 1879 bis 1882 in Berlin Geschichte und wurde 1882 Volontär an der Berliner Universitätsbibliothek. Nach seiner Promotion 1883 wurde er 1885 zum Assistenten und 1891 zum Kustos ernannt. Er katalogisierte die Bibliothek des Finanzministeriums und ab 1893 verwaltete und katalogisierte er nebenbei die Bibliothek des Staatswissenschaftlichen Seminars der Berliner Universität. Ab 1897 war er Bibliotheksdirektor des preußischen Abgeordnetenhauses in Berlin.

1901 gründete er die erste Bibliothekarinnenschule. Neben der beruflichen Tätigkeit erforschte August Wolfstieg die Freimaurerei in Deutschland und Großbritannien. 1899 wurde er in die Berliner Freimaurerloge Pythagoras zum flammenden Stern aufgenommen und hatte von 1901 bis 1904 das Amt des Vorsitzenden Meisters inne. Die ersten Forschungsergebnisse wurden in den Schriften »Christentum«, »Humanität und Freimaurerei«, »Am rauhen Stein« und in der Aufsatzsammlung »Der freimaurerische Gedanke« veröffentlicht.

1914 wurde August Wolfstieg von Alfred Unger aufgefordert, die geistes-geschichtlichen Ursprünge und Zusammenhänge der deutschen Freimaurerei geschichtlich zu erforschen. 1920 lagen die Forschungsergebnisse in dem dreibändigen Werk »Ursprung und Entwicklung der Freimaurerei« vor. In den Folgejahren entstand eine Ergänzung in zwei Bänden. Die Abschlussarbeiten konnte er aus wegen seiner fortschreitenden Erblindung nicht mehr persönlich vollenden. Das Gesamtwerk wurde unter dem Titel »Werden und Wesen der Freimaurerei« veröffentlicht.